Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis 2026
Gemeinsame Medieninformation Landessportbund Thüringen und Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Kreissportbundes Sonneberg, 30. Juni 2026
40 Thüringer Schulabsolventen für vorbildlichen Einsatz ausgezeichnet
Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis 2026 würdigt sportliche Leistungen und gesellschaftliches Engagement
Der Landessportbund Thüringen (LSB) und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gratulieren den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern des Pierre-de-Coubertin-Schülerpreises. Mit der traditionsreichen Auszeichnung werden zum Ende des Schuljahres 2025/2026 insgesamt 40 Thüringer Schulabsolventinnen und Schulabsolventen geehrt, die sich durch herausragende Leistungen im Schulsport sowie durch besonderes ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet haben.
Der Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den bedeutendsten Auszeichnungen im Thüringer Schulsport. Benannt nach dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin, verbindet er sportliche Erfolge mit den olympischen Werten Fairness, Respekt, Verantwortung und Engagement für die Gemeinschaft. Mit inzwischen 1.042 ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern seit der Einführung im Jahr 2004 ist der Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis eine festen Größe in der Thüringer Sportlandschaft.
Nach den Vorschlägen der Schulen übernimmt eine Jury des Landesarbeitskreises „Kita – Schule – Sportverein“ die Auswahl, diese bewertet neben hervorragenden Leistungen im Fach Sport insbesondere das ehrenamtliche sportliche sowie soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler – beispielsweise als Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Trainer, Kampfrichter, Vorstandsmitglieder in Sportvereinen oder Organisatoren schulischer und außerschulischer Veranstaltungen.
„Uns begeistern Ihre sehr guten sportlichen Leistungen und Ihr Engagement im Sportverein oder als Organisatoren außerschulischer und schulischer Veranstaltungen“, betont Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen. Zugleich unterstreicht er die Bedeutung des Ehrenamtes für die Zukunft des Sports: „Um die Basis für unseren Sport in Vereinen und Verbänden zu erhalten, ist es wichtig, junge Menschen für solche Tätigkeiten zu gewinnen, sie zu fördern und für ihre Arbeit zu qualifizieren. Damit sind Sie alle Vorbilder Ihrer Generation.“
Im Landkreis Sonneberg 3 Preisträger
Der Schülerpreis macht damit deutlich, dass sportlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören. Genau diesen Gedanken greift die Vorsitzende der Kreissportjugend Sonneberg Beate Meißner bei Ihrer Laudatio zum Abiball des Hermann-Pistor Gymnasiums auf: „Der Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis ehrt junge Menschen, die zeigen, dass sportliche Leistung und Verantwortung für andere zusammengehören - ob im Wettkampf, im Schulprojekt oder im Alltag.“
Tim Traut kann auf beeindruckende sportliche Erfolge zurückblicken. Im Fußball hat er in den vergangenen Jahren zahlreiche Titel errungen. Mit seiner Mannschaft vom SC 09 Effelder wurde er im Juniorenbereich mehrfach Kreisoberligameister, Kreispokalsieger und Hallenkreismeister. In 5 Jahren Verbandsliga wurden prägende Erfahrungen, vor allem Teamzusammenhalt, gesammelt Doch sportliche Spitzenleistungen beschränken sich bei ihn nicht auf den Fußball. Auch im Tischtennis hat er sein Talent unter Beweis gestellt und bei den Kreisjugendspielen erste Plätze erreicht. Siebenmal hat er bereits das Deutsche Sportabzeichen in Gold abgelegt, und mit dreizehn Teilnahmen am Rennsteiglauf zeigt er eindrucksvoll Ausdauer, Zielstrebigkeit und Begeisterung für den Sport. Er vertrat die Schule bei zahlreichen Schulsportveranstaltungen.
Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass er seine Erfahrungen und Fähigkeiten nicht nur für sich selbst nutzt. Bereits im vergangenen Jahr hat er den Übungsleiter-Grundlagenlehrgang absolviert und unterstützt aktiv das Training seiner Mannschaft. Er übernimmt Verantwortung, gibt sein Wissen weiter und ist für jüngere Sportler ein Vorbild.
Auch als Schiedsrichter im Fußball stellt er sich einer Aufgabe, die Fachwissen, Mut, Entscheidungsfreude und Charakter verlangt. Seit 2022 leitet er Spiele im Junioren- und Damenbereich und unterstützt darüber hinaus den Spielbetrieb im Männerbereich als Schiedsrichterassistent. Damit sorgt er dafür, dass Sport überhaupt möglich wird – eine Leistung, die oft im Hintergrund geschieht, aber von unschätzbarem Wert ist.
Sein Engagement endet nicht auf dem Sportplatz. Seit vielen Jahren unterstützt er Veranstaltungen der Kreissportjugend Sonneberg als Helfer und Stationsleiter. Er hat am Deutsch-Französischen Olympischen Jugendlager in Paris teilgenommen und dabei den Gedanken der internationalen Verständigung und Freundschaft gelebt.
Beim Abiball des Gymnasiums Neuhaus/Rwg. wurden 2 Preisträgerinnen von Pascal Mika, Vorstandsmitglied der Kreissportjugend geehrt:
Annika Stauch hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sportlicher Erfolg und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können. Mit außergewöhnlichen Leistungen im alpinen Skisport hat sie sich weit über die Grenzen ihrer Schule hinaus einen Namen gemacht. Als Thüringer Meisterin im Parallelslalom und Riesenslalom, Vize-Thüringer Meisterin im Slalom sowie Siegerin des Thüringen-Cups 2025 in der Altersklasse U18 hat sie eine bemerkenswerte Saison gekrönt. Auch ihre Erfolge beim Thüringer Athletiktest, im Inliner-Wettkampf und auf überregionaler Ebene belegen ihre Vielseitigkeit, Ehrgeiz und Leistungsstärke.
Doch dieser Preis würdigt nicht allein sportliche Erfolge. Er zeichnet junge Menschen aus, die Verantwortung übernehmen und die olympischen Werte Fairness, Respekt und Gemeinschaft leben.
Genau das tut sie in vorbildlicher Weise. Seit 2023 engagiert sie sich als Trainerin im Nachwuchsbereich des SV 08 Steinach und gibt ihre Erfahrungen und Begeisterung für den Skisport an Kinder und Jugendliche weiter. Mit ihren Qualifikationen als Basic Instructor und Übungsleiterin vermittelt sie nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern ist zugleich Vorbild und Ansprechpartnerin für die Jüngeren.
Auch in ihrer Schule setzt sie sich für andere ein. Als ausgebildete Streitschlichterin trägt sie zu einem respektvollen Miteinander bei. Darüber hinaus hat sie jüngere Schülerinnen und Schüler als Nachhilfelehrerin im Fach Englisch unterstützt und ihnen geholfen, ihre eigenen Stärken zu entwickeln.
Ein weiterer Höhepunkt ihres Engagements ist die Teilnahme am Olympischen Jugendlager 2026 in Cortina d’Ampezzo. Diese Auszeichnung zeigt, dass sie die olympischen Ideale nicht nur kennt, sondern aktiv lebt – im Sport, in der Schule und im Umgang mit anderen Menschen.
Annika ist eine hervorragende Botschafterin des Sports und ein Vorbild für viele junge Menschen. Mit ihrem Einsatz, Leistungsbereitschaft und sozialen Verantwortung verkörpert sie in besonderer Weise den Geist Pierre de Coubertins.
Lilly Greiner -Mauschel ist seit vielen Jahren mit Leidenschaft im Fußballsport aktiv und hat dabei bemerkenswerte sportliche Erfolge erzielt. Bereits im Jahr 2024 gewann sie mit ihrer Damenmannschaft den Kreispokal Mittelthüringen. Im Jahr 2025 setzte sie ihren erfolgreichen Weg fort und wurde sowohl Hallenkreismeisterin Mittelthüringen als auch Hallenkreismeisterin Südthüringen. Diese Erfolge sind Ausdruck ihres Könnens, ihres Ehrgeizes und ihrer großen Einsatzbereitschaft.
Doch sportliche Leistungen allein machen den Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis nicht aus. Besonders beeindruckend ist Lillys vielfältiges Engagement für andere Menschen. Als Trainerin der G-Junioren der SG Lauscha/Neuhaus gibt sie ihre Erfahrungen und ihre Begeisterung für den Sport an die jüngste Generation weiter. Gleichzeitig übernimmt sie als Mannschaftskapitänin ihrer Damenmannschaft Verantwortung und beweist Führungsstärke, Verlässlichkeit und Teamgeist.
Auch im schulischen Leben bringt sich Lilly in vorbildlicher Weise ein. Als Streitschlichterin unterstützt sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, begleitet Schulwettkämpfe als Betreuerin und Teilnehmerin und engagiert sich mit außergewöhnlichem Einsatz in der Turn-AG ihrer Schule. Dort übernimmt sie nicht nur selbst Verantwortung als Trainerin, sondern gestaltet aktiv das Vereins- und Schulleben mit. Sie entwickelt Choreografien für jüngere Schülerinnen und Schüler, unterstützt organisatorische Abläufe und begeistert bei zahlreichen öffentlichen Auftritten mit herausragenden Leistungen.
Lilly zeigt eindrucksvoll, dass sportlicher Erfolg und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Sie lebt den olympischen Gedanken von Fairness, Respekt, Leistung und Gemeinschaft und ist damit ein Vorbild für viele junge Menschen.
Glückwunsch an die 3 Preisträger!







